Der Ritt durchs Briesetal – auf den Spuren von Dachs und Fuchs

Das Taurine ruft! Raus in den Schnee will ich! Rein in den Brandenburger Winterwald. Kälte? Alles eine Frage der Kleidung. Also rein in die Winterklamotten. Heißen Tee in die Thermotrinkflasche, und los geht es. Nach zehn Kilometern komme ich an meiner Lieblingsbank an. Diesmal ist sie verschneit und abweisend. Aber schön.

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Also weiter nach Norden durch den stillen, weißen Wald. Es läßt sich gut fahren. Ich habe etwas  Druck aus den Raceking gelassen– 2 Bar sind richtig, um auf Schnee und Eis ordentlichen Grip zu haben. Der Schnee knirscht, der Kreislauf kommt in Schwung. Vor mir eine Loipe. Einen Brandenburger hat es auf die Langlaufskier getrieben.

Ich erinnere mich an ein  verschneites Weihnachten in meiner sauerländischen Heimat. Mehr als 50 Jahre ist das her! Ich fuhr stolz auf meinem ersten 28″ Rad, Farbe türkisblau, und rollte über die verschneiten Wege. Ein älterer Herr staunte und fragte mich: Ja, hast du denn keinen Schlitten, Junge? Schon damals wußte ich, daß Radfahren bei jedem Wetter möglich ist.

Dachs und Fuchs waren vor mir hier
Dachs und Fuchs waren vor mir hier

Keine Wanderer im Briesetal. Stille liegt überm Eis und überm Schnee. Nur ein eifriger Buntspecht klopft sich an einem alten Baum warm.

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Das Briesetal  im Winterschlaf.

auch das Haus friert
auch das Haus friert

Im großen Bogen rolle ich über die geräumten Wege nach Borgsdorf und Lehnitz, dann wieder heim nach Glienicke. Meine Finger sind elend kalt, ich trommle mit den Handschuhen auf meinen Oberschenkeln. Das hilft etwas. Der Tee ist noch halbwegs warm in der Flasche und wärmt von innen. Nach 42 Kilometern ist mein Schnee- und Kältebedarf für heute gedeckt.

Das brave Taurine mit Eispanzer
Das brave Taurine mit Eispanzer

Heute abend bin ich mit Annika bei den „Sixdays“ im Velodrom. Schaun mer mal, wie die ganz Schnellen ihre Runden drehen.


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