200er Brevet – Den Nebel verscheuchen in Brandenburg

 

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Startvorbereitungen im Amstelhouse
Ingo gibt die Startkarten aus

90 Randonneure scharren unruhig mit den Cleats. Die Brevetkarten sind ausgegeben, Klaus und Ingo haben die Rekordtruppe ( für ARA-BB-Verhältnisse) in drei Startgruppen aufgeteilt. Um 7 Uhr geht es im Abstand von 10 Minuten in den beginnenden Berliner Morgenverkehr.

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wie schon Udo Bölts zu Jan Ullrich sagte: Quäl Dich, Du Sau!
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klasse Typen in Berlin- und das morgens um sechs
Starring auf der Putlitzbrücke
Starring auf der Putlitzbrücke

Ich habe mich schon auf den ersten 16 km Herfahrt gemeinsam mit Frank und Andi warmgerollt. 3° C, nicht gerade laue Morgenluft! Viele alte Bekannte und auch eine Reihe von Brevetnovizen wollen das erste 200er des Jahres fahren. So gestaltet sich die Rausfahrt aus der Stadt kurzweilig. Man quatscht miteinander und lässt es locker rollen. Schneller geht es erst am Rande von Spandau los, auf dem wunderbaren Pflaster der Schönwalder Allee. Trinkflaschenhalter fest?! Lampe, Gepäckträger, Navi… Na, jedenfalls höre ich nichts auf der Straße klappern. Nur 100 Meter vorm Ende der Pflasterstrecke legt sich ein Kollege auf den glatten Steinen hin. Er rappelt sich auf, es kann weitergehen. Noch ein Gang wird vorne zugelegt. Rainer und Klaus fahren vorn. Unser Klaus, Oldie but Goodie, hat auch nach einer Knieoperation nicht das Schnellfahren verlernt.

RatzFatz sind wir an der Autobahntanke in Linum. Gerade 9 Uhr ist es! Die beiden holen sich den Stempel und hängen sofort wieder auf dem Rad. Ich warte auf meine Buddies, die nach wenigen Minuten eintreffen. Die Stimmung ist gut, nur etwas wärmer als die im Nebel gemessenen 5°C könnte es ruhig sein.

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Der Nebel will nicht weichen
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der Nebel lichtet sich

Meine Fußspitzen sind mit der Kaltluft gar nicht einverstanden. Rathenow ist der nächste Kontrollpunkt. Bis dahin rumpeln wir über Plattenwege, durch wunderbare Alleen und durch einen Ort mit dem schönen Namen“Kotzen“. Nun: Wir haben es nicht getan, obwohl der Nebel immer noch zäh in der Landschaft hängt und ein paar kleine Hügel in die Waden zwacken. Aber dafür werden die Füße warm!

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„so muss Pause“

Rathenow: Wir laufen den altbekannten Netto-Markt an, holen uns die Stempel an der Fleischtheke und verdrücken zwei leckere Mettbrötchen und einen großen Milchkaffee.

 

 

 

 

 

 

Ab nach Brandenburg! 30 Kilometer nur–  in einer guten Stunde sind wir an der dritten Kontrolle des Tages:

brisante Futtermischung
brisante Futtermischung

 

Schöne Aussichten
Schöne Aussichten

Ralf hat uns eingeholt mit seiner Truppe und macht fortan die Pace.

Sehr angenehm bei leichtem Gegenwind. Und jetzt zeigt sich auch endlich die lange angekündigte Sonne. Irgendwann spuckt uns die rumpelige Pflaster- und Schienenstrecke der Brandenburger Altstadt wieder aus, und wir fahren auf superglatten Wegen an der Havel entlang. Genuss pur! Eine Stunde lang ohne Autoverkehr in wunderbarer Natur, Brandenburg vom Feinsten!

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da guckt der Peter!

In Ketzin steigen wir auf die Havelfähre, und: Unser Andi hat sich wieder von hinten, sozusagen aus der Tiefe des Raums, herangearbeitet.

Chapeau!, du zäher Typ!

 

 

Und auch Frank, unserer Ruderer mit den Stahlwaden, hat an der Havel zeigen können, dass er gut vorn im Wind fahren kann. Einen besseren Windschatten als hinter ihm gibt es weit und breit nicht! Auf den Kilometern nach Sacrow, der letzten Kontrolle vorm Ziel, macht Ralf noch mal mächtig Dampf: Ich habe gute Beine heute, meint er. Das verpflichtet! Schließlich wird er demnächst den höchst anspruchsvollen Marathon“ Trans-Iowa“ mitfahren. Da ist unser 200er nur eine lockere Aufwärmrunde für ihn.

 

auf der Fähre in Ketzin
auf der Fähre in Ketzin
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wir bleiben heute im Flachen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

der mächtige ( Wind) Schatten von Frank
der mächtige ( Wind) Schatten von Frank

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Minerealdefizite auffüllen mit Ralf
Mineraldefizite auffüllen mit Ralf

In Sacrow, im Restaurant zum Sacrower See, holen wir unsere letzten Stempel und gönnen uns Kuchen und Hefeweizen, um die Mineralien- und Kohlenhydratlöcher zu stopfen. Nach 45 Minuten wohlverdienter Pause rollen wir ab Richtung Ziel. 

 

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so bunt geht es in der Szene zu
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Peter souverän im Ziel

 

 

 

 

 

 

 

 

Die letzten Kilometer fahre ich mit Peter zusammen im zähen Stadtverkehr. Langmut ist gefragt. Um kurz vor fünf stehen wir vorm Amstelhouse. Wir genießen Pasta und Bier und die vielen Gespräche mit den alten und neuen Randonneuren. Die Stimmung ist gut, wir freuen uns aufs 300er. Schon in zwei Wochen geht es los.


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