Festive 500 – Regen, Wind, Frost, Schnee – ein hartes Brot! Teil 1

Was kann es Schöneres geben für einen echten Randonneur, als den Tag der Bescherung mit der ersten Etappe zur Festive 500 Jahrgang 2014 einzuläuten!

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24. Dezember

Peter und Andi stehen pünktlich um 10.30 Uhr vor der Tür. Wir eröffnen die Festive 500 mit einer Nordrunde über 82 Kilometer. Schon in Wandlitz sind wir ordentlich eingenässt. Gleichmäßiger Regen sorgt dafür, dass wir nicht überhitzen. Ein strammer Westwind sorgt für zusätzlichen Trainingseffekt. Merke! Der Wind ist der Berg des Flachlandfahrers!

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Klatschnass und ausgekühlt sind wir gegen zwei wieder zu Hause. Peter gönnt sich noch ein paar Kilometer nach Staaken. Bei ihm stehen heute 129 km auf der Uhr. Det reicht!

Zweiter Weihnachtstag – für meine zweite Etappe zeigt sich der Himmel gnädig. Die anderen Buddies machen „auf Familie“. Also bin ich  heute allein auf weiter Flur.

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Kaum Wind, die Sonne zeigt sich. Heute will ich „Kilometer fressen“. Richtung Schiffshebewerk Niederfinow kurbele ich. Über die Hügel des Barnim, dann hinunter in das Oderbruch. Ich habe gute Beine, die zweite Etappe läuft gut. Gegen 13 Uhr passiere ich das Schiffshebewerk. Das alte und das neue direkt nebeneinander – eine imposante Kulisse! Bildschirmfoto 2014-12-29 um 17.10.35Über Eberswalde und Finowfurt geht der Kurs. Es wird langsam dunkel, Schnee liegt in der Luft. Sollten die letzen Kilometer doch noch Überraschungen bringen? Ja! Kurz vor Wandlitz wirbeln die Flocken – eine dünne Schneedecke legt sich auf die Straße. Das Fahren auf dem Radweg wird zum Balanceakt. Als ich um 17 Uhr wieder vor der Haustüre stehe, bin ich einigermaßen platt, aber auch zufrieden mit meiner Leistung heute. Fast 130 Kilometer mehr stehen nun in meiner Festive-Liste.

Festive 3

27. Dezember. Zum Dritten! Klarer Himmel in der Nacht – Minus 3,1 Grad. Auf dieser Runde mit Andi kommen die Winterhandschuhe, Winterradschuhe – bei mir mit Überschuhen – zum Einsatz. Ein frischer Nordostwind bläst und bringt kalte Luft mit. Wir beschließen, nach Nordwesten zu fahren, nach Schloß Liebenberg. Da geht es lange geschützt am Kanal entlang, dann durch den Wald. Finger zurückziehen in den Handschuhen, das hält warm! Nach 35 Kilometern erreichen wir das Schloßgut Liebenberg, ein herrliches Bild in der Wintersonne. Festive 3.1 Die Buden des Weihnachtsmarktes stehen noch – allein: es gibt keinen Glühwein und auch keine Würstel mehr. Also nichts wie auf die Rösser steigen und mit leichtem Rückenwind wieder gen Berlin zurück! Dampfende Pferde auf den Wiesen, einzelne Krähen, Enten auf den Teichen  – Natur zum Genießen! Wenn nur die fiese Kälte nicht wäre. Nach 73 Kilometern sind wir wieder zu Hause. Halbzeit der Festive: 284 Kilometer stehen zu Buche!

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Schloß Liebenberg und retour

Demnächst mehr – dann kommt der Bericht vom Endspurt.

Nochmal 220 Kilometer – Schaun mer mal.


2 Gedanken zu “Festive 500 – Regen, Wind, Frost, Schnee – ein hartes Brot! Teil 1

  1. Mensch Dietmar, knapp verpasst. Hatte am 27.12. mit Freunden den gleichen Weg zumindest von Oburg bis Liebenberg, gleicher Abstellplatz am historischen Brunnen 🙂
    Wieder mal schön geschrieben.
    Gruß Andy und bis zum 200er

    1. Hi Andy, das wär mal was gewesen: Treffen in Liebenberg mit Kaffee und Kuchen im Cafe´.

      Das 200er kommt näher: Vielleicht ist es uns vergönnt, wieder wie 2013 bei Schnee und Kälte zu fahren⛄️❄️🚴🚴🚴

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