Festive 500 – Regen, Wind, Frost, Schnee – ein hartes Brot! Teil 2

28. Dezember, 4. Etappe

Kalt, bitter kalt,  ist es an diesem Morgen. Minus neun Grad zeigt das Außenthermometer um 8 Uhr an. Also am besten gemütlich frühstücken, dann wird die Sonne schon wärmen. Um 10.30 Uhr sind es immer noch Minus sechs Grad. Grrrr.

Andi ist wie immer pünktlich zur Stelle. Wir wollen uns mit Peter in Schönwalde/Glien treffen und dann gemeinsam so 50 Kilometer abrollen. Nur kein falscher Ehrgeiz heute!Festive 4

 

Gemütlich einrollen auf unserer Biber-Runde, um 11.25 Uhr treffen wir in Schönwalde an der Tanke ein. Andi platziert die Wärmepads neu unter seinen Füßen. Sechs Stunden sollen diese Dinger Wärme spenden. Ich weiß aus Erfahrung: nach zwei Stunden ist der „Saft“ alle.

Peter hat wieder mal Bremsenprobleme bei seinem neuen Croix de Fer Crosser und steht wieder mal im Keller und schraubt. Erfolglos! Dann sattelt er auf sein Croix de Fer Edelstahl um – wir wollen uns irgendwo südlich von Staaken treffen. Ausnahmsweise navigiere ich wie ein Anfänger, und Andi und ich finden uns in einem Gewerbegebiet wieder. Keine Spur von Peter!

Nach reichlich Fluchpausen finden wir auf der Seegefelder Straße zusammen. Unglaubliche 37 Kilometer haben wir heute schon zurückgelegt. Ha ha ha ! Kalte Finger, kalte Füße… Unsere Motivation ist auf ein Minimum geschrumpft. Festive 4

 

Peter lotst uns nach Norden durch die Spandauer Wasserstadt und dann wieder über Tegel zurück nach Hause. Ein großer Pott heißer Kaffee flößt uns wieder Leben ein. Dann schwingt sich Peter wieder auf sein Croix de Fer und reitet zurück nach Staaken. Heute waren es nur magere 56 Kilometer. Besser als Nichts. In Summe heißt das für mich: 340 Kilometer sind im Sack.

29. Dezember, 5. Etappe

Es hat nicht zu knapp geschneit in der Nacht. „Berlin, ein Wintermärchen!“ Schätzungsweise 10 cm Neuschnee liegen fein gepulvert auf der Landschaft. Sieht wunderbar aus! Jona, unsere Golden-Retriever Hündin findet diese Überraschung auf dem morgendlichen Spaziergang ganz toll und rollt sich wonniglich im frischen Schnee. Frühstück, Blick nach draußen, wieder fünf Grad Minus, aber Sonne. Dafür Schnee reichlich. Ich entscheide mich für mein stollenbereiftes Taurine. Damit sollte ich hinreichend vorwärts kommen. Andi zieht zurück! Mangels verfügbarem Mountainbike.

Also bin ich wieder solo unterwegs heute.Festive 5

 

Die Sonne lacht, verträgliche vier Grad Minus zeigt das Thermometer. Ich habe mir heute zwei Paar Handschuhe übereinander gezogen – ein guter Tipp von Peter. 60 Kilometer will ich heute machen. Dann hätte ich die 400 km gepackt und für die verbleibenden zwei Tage blieben jeweils 50 km. Das sollte zu machen sein, egal, wie das Wetter wird. Also los!

Festive 5 Imp.

 

61 Kilometer stehen nach 3,5 Stunden Arbeit auf dem Tacho. Uff, 402 Kilometer sind geschafft, noch kleine 98 Kilometer bleiben für die letzten zwei Etappen übrig. Lächerlich! Da soll es doch schneien, wie es will!


7 Gedanken zu “Festive 500 – Regen, Wind, Frost, Schnee – ein hartes Brot! Teil 2

  1. Am 28.12 bin ich 60km im Grunewald gefahren und kann sagen: sehr kalt! Es waren auch sehr wenig Leute unterwegs, vielleicht war es ja eure Gruppe, die ich am Wannsee gekreuzt habe!

  2. Hi Alex, entscheidend ist doch, auch im Winter in Bewegung zu bleiben. Die Festive bringt zusätzliche Motivation, doch draufzusteigen, wenn ich es ansonsten lassen würde. Heute waren noch mal 52 nasse Kilometer dran. Und nu sind die 500 voll. Schluss für dieses Jahr. Gleich wird lecker gegessen und Rotwein genossen. All the best – Dietmar

  3. Hallöchen, tja von dem Event habe ich auch letztenWinter erfahren und schon mal gegrübelt…

    Nicht das ich nicht im Winter fahren würde, aber mal eben 500 Kilometer ohne verlässiche äußere Umstände aus dem Ärmel schütteln oder sollte man besser sagen aus den Beinen ?

    Noch schließe ich mich dieser Runde nicht an und fahre so nur im IBC Winterpokal entspannt mit. Immerhin steht unser Velociraptoren Team auf Platz 57 und ich zur Zeit auch bei 129. Geht doch !

  4. Hut ab!! Sieht toll aus. Schon beim Anblick der Bilder frieren mir Häne und Füße ab.
    Da gehe ich doch lieber mit meinem kleinen Dackel auf die Pirsch und sorge dafür, dass am Silvesterabend ein frischer Rehrücken im Speckmantel, zartrosa vom Grill serviert werden kann. Dietmar, den hast du dir nach 500km bei den Bedingungen verdient.

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