Paris-Brest-Paris Teil2 – Lust, Qual und Frust

P1030570Das Tageslicht schwindet, die Lampen werden eingeschaltet. Hier ist alles zu sehen, was technisch möglich ist: Ein „Seattle-Randonneur“ befeuert eine alte Halogenleuchte mit seinem Nabendynamo. Gelbes, angenehmes Licht. Nur wenig davon. Daneben brennt die Lichtlanze einer japanischen Akku-Leuchte einen Kegel in die Nacht. Nur gut, dass der uns nicht entgegenkommt. Meine Supernova E3 bringt eine gleichmäßig helle Lichtfläche auf die Straße. Gut für die Augen und die Sicherheit.

Die Schnellen fahren wie die Wilden! Jeder Hügel wird im Wiegetritt genommen, wie lange wollen die das durchhalten? Einige überholen mich gefühlte 10 Mal. Wie oft haben die wohl schon Pause gemacht??? Ein Kollege strampelt auf einem Mountainbike mit stattlicher Bereifung. Aber schnell ist er unterwegs – noch! Peter kann ich im Blick nach hinten gut am schneeweißen Licht der E3 Triple erkennen. Irgendwann ist er weg. Jeder muss jetzt seinen Rhythmus fahren. Meine Schnittgeschwindigkeit ist o.k. Die Hügel komme ich auch gut rauf. Immer schön langsam, 34/ 25, das ist eine schöne Übersetzung, mit der ich die 5- bis 7-Prozenter gut hochkomme. Die erste positive Überraschung ist meine Bergab-performance. Selbst an Schwergewichten rolle ich locker vorbei. Und die Bergflöhe hole ich immer in der nächsten Abfahrt wieder ein. Ein schönes Wechselspiel. Das Endurace mit der Viscacha hinterm Sattel scheint aerodynamisch sehr, sehr gut zu sein – wenn ich mich richtig flach mache die Hügel hinunter.

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Nach durchfahrener Nacht hängt die Ausrüstung zum Trocknen auf dem Riesenfahrrad

Mortagne-au-Perche, km 140, erreiche ich um 0:30 Uhr. 6h 15 für 140 Hügel-Kilometer . Das passt. Trinkflaschen auffüllen. Ein Schwatz mit den Kollegen. Wolfgang taucht auf – er ist 15 Min. später gestartet. Schließlich rollt auch Peter ein. Wir starten auf das Teilstück nach  Villaines  gemeinsam. Nur die Pause hat jetzt 45 Minuten gedauert – statt 20 Minuten, wie geplant! Warmfahren ist angesagt. Die Nacht kühlt bis auf 10 Grad ab. Meine famosen Castelli-Nanoflex-Beinlinge wärmen mein Fahrgestell aufs Beste. Oben habe ich zwei Westen mit Armlingen übereinander angezogen. „Zwiebelprinzip“ nennt man das. Und es funktioniert. Ja, und dünne Langfingerhandschuhe habe ich übergezogen. Sehr angenehm.

Und wieder zeigen die Schnellen, wie schnell sie überholen können. Fast könnte man depressiv werden, bei so viel gnadenloser Power. Sind die alle so jung, sind die so top-austrainiert, sind das Profis??? Jedenfalls sind sie schneller als ich. Schön, wenn ich auch einige Kollegen hinter mir lassen kann. Die ersten „Opfer“ des Geschwindigkeitsrausches legen sich jetzt schon erschöpft am Straßenrand ab. Fallen einfach um und liegen ohne Schutzdecke in der Wiese. Bei einstelligen Temperaturen! GRRRR! Ne, dann lieber langsam fahren und auf dem Rad bleiben.27543216

Um 5.15 Uhr erreichen Peter und ich Villaines-la Juhel, die erste „Contrôle“. 220 Kilometer liegen hinter uns, bald wird uns das Morgenlicht neue Energie zuführen. Schon beim Hinausfahren auf Kurs nach Fougères meint Peter, wir sollten doch hier nach etwas Essbarem Ausschau halten. Also zurück. Wir stärken uns mit Suppe, Brot, Joghurt und Kaffee. Nach 30 Minuten dränge ich zum Aufbruch. Just da kommt Matthias in die Halle gestakst. Kreidebleiches Gesicht! Der Arme hatte sich wohl schon am Nachmittag den Magen verdorben und in der Nacht den Inhalt wieder komplett von sich gegeben. Dementsprechend schlapp stand er jetzt vor uns. Den ersten Joghurt und die ersten Nudeln verträgt er wieder. Von Genießen kann sicher nicht die Rede sein. Am Ende wird es 06:30 Uhr, bis wir endlich wieder auf der Piste sind. Wie war das noch: Brevets werden in den Pausen entschieden! Also, bisher waren die Pausen entschieden zu lang. So geht das nicht weiter!

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le tour lässt grüßen

Das Morgenlicht wirkt Wunder. Wir kommen wieder ordentlich in Fahrt und holen einen Teil der verlorenen Zeit wieder rein. Um 11:50 Uhr erreichen wir Fougères, die nächste Kontrolle bei 305 km. Erst um 13:20 Uhr sind wir wieder auf der Strecke. Wieder mal war die Pause entschieden zu lang! Nein, so wird das nichts!

Einigermaßen gut läuft es bei herrlichem  Sonnenschein bis Tinteniac, km 363. 16:15 Uhr ist es geworden – 2:30 Stunden vor der Schlusszeit. Nicht gerade ein beruhigendes Zeitpolster! In Tinteniac stärken wir uns mit Lasagne und Omelette, füllen unsere Trinkvorräte auf und legen uns auf die Wiese unter Schatten spendende Bäume. Allein: Auch diese Pause gerät zu lang! Erst um 17:15 Uhr sind wir wieder auf Kurs. Noch ist eine Zeitreserve von ca. 2 Stunden vorhanden. Aber wie schnell ist die bei einer Panne aufgebraucht. P1030578

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Im Anstieg zum Roc Trevezel

Tapfer arbeitet sich Peter über den großen Hügel bei Tinteniac. Die nicht ganz auskurierte Infektion der vergangenen Tage sitzt ihm noch in den Knochen. Und das wird jetzt, beim Hineinfahren in die zweite Nacht, immer deutlicher. Peter ist froh, als wir schließlich um 22 Uhr in Loudeac ausrollen. Wir essen Suppe und Pasta, trinken Kaffee. Peter macht das Notwendige und entschließt sich zu einer Schlafpause hier, um danach zu entscheiden, wie bzw. ob er weiterfahren kann. Um 23.30 Uhr sitze ich wieder auf dem Rad und nehme die knapp 80 Kilometer bis nach Carhaix ins Visier. Langsam und stetig arbeite ich mich durch die Hügel. Ich fühle mich wohl. Nach Passieren von St. Nicolas, wo ich keine Pause mache, wird es in den Tälern neblig. Immer dichter wird der weiße Schleier. Manchmal ist kaum die Mittenmarkierung der Straße zu erkennen. Ich schalte den Zusatzscheinwerfer zu und dimme ihn so weit wie möglich runter. Jetzt kann ich einigermaßen sehen, auch bei zügigen Abfahrten. Wortlos wechsle ich mich mit fünf anderen Randonneuren in der Führung ab. Immer wieder beschlägt die Brille, die ich mit dem Handschuhfinger wische. Die Sicht reicht gerade so. Um 3 Uhr 40 sehe ich am Straßenrand einen kernigen Franzosen stehen, der Kaffee und Tee anbietet. Ich bleibe stehen, trinke dankbar einen heißen Kaffee, als dieser hilfsbereite Enthusiast mir auch noch eine Liege in der Scheune zum Ausruhen anbietet. Ein Geschenk des Himmels! Minuten später schlummere ich wohlig eingepackt in dickes Bettzeug auf einer Campingliege. Nach 45 Minuten „Powernapping“ fühle ich mich richtig erholt und strample guten Mutes in die Morgendämmerung hinein. Um 5.30 Uhr erreiche ich Carhaix, esse und trinke, lege kurz meinen Kopf auf die Tischplatte. Weiter geht es. Jetzt über Roc Trevezel hinunter nach Brest. Ich weiß noch von 2011, dass man sich nicht zu früh freuen sollte kurz vor Brest. Denn der Kurs hat noch so manche Rampe in petto. Ich treffe, wie schon einige Male, Wolfgang wieder. Wir fahren zwar einen komplett unterschiedlichen Rhythmus, treffen uns aber mit absoluter Sicherheit immer wieder. Auf der Brücke über die Aulne, Pont de Térénez, machen wir das obligatorische Foto: P1030595

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Jetzt folgen noch ein paar fiese Rampen in der Hafenstadt, und wir werden im weiten Bogen an die Kontrollstelle herangeführt. 45 Minuten Pause inkl. Schaltungsreparatur bei Wolfgang. Die Mechaniker des Veranstalters hatten sich versucht, waren aber nicht erfolgreich. Nun versuche ich mein Glück und sorge für den richtigen Ritzelwechsel. Fast gut! Nach drei Kilometern nochmal nachjustieren. Jetzt flutscht das Shimano-Teil wieder und Wolfgang ist zufrieden. Darauf gönnen wir uns in einer von Randonneuren gut frequentierten Bäckerei noch Cola und ein Sandwich. Dann sind wir wieder unterwegs. Vorweg Wolfgang, der wieder sein Tempo fahren muss. Recht so! 27556719

Bei der Auffahrt zum Roc schlage ich mich in die Büsche, erledige, was keinen Aufschub duldet und kleide mich in eine frische Hose und das genauso frische Trikot. Herrlich! Und ab über die Hügel nach Carhaix zurück. Eine halbe Stunde Pause gönne ich mir, dann geht es weiter in die Nacht Nummer drei! In Mael Carhaix, 10 km auf Kurs Paris, winken uns die Ordner hinein in eine „Contrôle secret“. Brav laufe ich über die Matte und sitze kurz danach wieder auf dem Rad. Welchen Sinn diese Geheimkontrolle hatte, erschließt sich mir bis heute nicht. In St. Nicolas treffe ich wieder einmal Wolfgang, der wie ich recht guter Dinge ist. Ab in die Nacht und rein in die Wälder. Jetzt kommt wieder das fiese Rampen-rauf und -runter bis nach Loudeac.In einer Steigung erfasst der Lichtkegel meiner E3 eine junge Frau, die laut schluchzend an der Schulter ihres „Beifahrers“ hängt. Da ist die Luft raus! Wieder auf dem Rad, schluchzt die junge Randonneuse herzzerreißend weiter. Irgendwann ist wieder Ruhe auf dem Rad. Treten, treten, treten, rollen – immer wieder, bis der Morgen kommt. P1030601Um 8 Uhr stehe ich mit einer ganzen Gruppe in St. Meen vor dem Café Le Patton, benannt nach dem amerikanischen Befreier am Ende des 2. Weltkrieges. Ein rabenschwarzer Kaffee, weiter geht es. Mittlerweile fällt es mir spürbar-schmerzhaft schwer, den Kopf in Fahrposition oben zu halten. Ich hatte mir schon den zweiten Buff um den Hals geschlungen, um diesen Bereich warm zu halten.

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In Quedillac wärmt sich ein Randonneur aus China am Grillfeuer

Der Nackenschmerz wird heftiger. In Tinteniac gehe ich zum medizinischen Dienst. Ich bekomme eine Nackenmassage und werde mit Schmerzgel eingerieben. Das hilft ein wenig. Mit der Betonung auf „ein wenig“. Sollte mich gar der „Shermer’s Neck“ ereilen, der schon so viele am Erreichen des Ziels gehindert hat?! Erst einmal weiterfahren. Die Beine sind ja noch gut. 27560475

Immer schwerer fällt es mir, den Kopf willentlich hochzuhalten, so deutlich wird der Schmerz im Nacken. Bei Abfahrten stütze ich mein Kinn auf Hand, Ellenbogen und Knie ab. Das hilft ganz gut. Aber eben nur beim Runterfahren.

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In la Tanniere gibt es die legendären Crepe – bezahlt wird mit einer Postkarte von zu Hause

Fougères, Kilometer 915, 20 Minuten Pause. Jetzt bin ich wieder ordentlich in der Zeit. Beruhigend, wenn dieser verdammte Nackenschmerz nicht wäre. Ich teste alle möglichen Schonhaltungen – ohne spürbaren Erfolg. P1030614

Auf dem Weg nachP1030622 P1030613 Villaines werden die Hügel wieder härter, die Rampen steiler. Ich sehe Otmar, der mich aufmuntert. Danke Dir! Dann überholt mich Rainer, der in der 84-h-Gruppe fährt. dann lockt mich eine Boulangérie, aus der der Kaffeeduft nur so herausströmt. Ein wunderbares Stück Apfelkuchen und ein schwarzer Kaffee bringen mich wieder aufs  Pferd. In einem langen Anstieg kurz vor Erreichen von Villaines stehen Krankenwagen, Polizei, Begleitfahrzeuge. Langsam nähern wir uns, schauen nach rechts und sehen einen Randonneur reglos daliegen, Sonde im Mund. Ärzte und Helfer drumherum. Was mag passiert sein??? Nachher erfahre ich, dass ein deutscher Kollege mit Herzstillstand kollabiert war. Mitfahrer leisteten wirksam erste Hilfe. Mit Herzmassage und Wiederbeatmung haben sie den Kollegen ins Leben zurückgeholt. Gott sei Dank! Ein paar Meter weiter schiebt sich Rainer neben mich, legt mir den Arm auf die Schulter und fragt eindringlich, wie es mir geht. Ich hatte ihm über meine Nackenprobleme berichtet. Solche Art von Fürsorge tut sehr gut! Noch einmal kommt „der Mann mit dem Hammer“. In einer Waldabfahrt stürzt ein Pole bei ca. 40-50 km/h und bleibt auf der Fahrbahn liegen. Begleitfahrzeuge und ein Arzt sind glücklicherweise in der Nähe und leisten Beistand. Nach 10 Minuten bin ich wieder auf Kurs. Meine Gedanken drehen sich um die beiden Kollegen. Und um mich selbst. Wie lange kann ich noch mit dem Schmerz fahren? Wie lange bekomme ich den Kopf noch nach oben? Kurz vor Erreichen von Villaines treffe ich wieder einmal Wolfgang. „Same procedure.“ Sein Sohn Bruno und seine Frau erwarten ihn schon. Begrüßungsfoto vorm Durchfahrtbogen:P1030626

Eine kleine Pause werden wir uns hier gönnen. Ich vertilge eifrig Bananen und Lion-Riegel, die ich mir in einem „Huit à Huit“-Markt besorgt hatte. Ich sortiere die Sachen aus, die ich bis zum Ziel nicht mehr brauchen werden. Wolfgangs Frau nimmt freundlicherweise meinen geruchsverschlossenen Ortlieb-Sack in Obhut. Eine halbe Stunde später starte ich in die Nacht. 16 Stunden noch für 220 Kilometer. Das hört sich geradezu lächerlich an. Komfortabel! Weit gefehlt: Nach 1000 Kilometern im Körper und ein paar wenigen Stunden Schlaf, sind 15 km/h Durchschnitt anspruchsvoll! Trotzdem fahre ich los. Meinen Nacken versuche ich, zu ignorieren. Zwei Aspirin habe ich in der Trinkflasche aufgelöst. Eine leichte Linderung der Schmerzen wird spürbar. Nur den Kopf bekomme ich trotzdem nicht mehr hoch. Ich such in allen möglichen Abfallsäcken an der Straße nach Schaumgummi, Styropor oder Ähnlichem, woraus ich mir eine Kinnstütze basteln könnte. Vergeblich.

An einer langen geraden Straße hocke ich mich deprimiert in eine Hauseinfahrt und erhole mich ein paar Minuten. Kalt wird es dabei! Ich fürchte, genau hier muss ich das Unternehmen abbrechen. Nichts geht mehr nach 1050 Kilometern.  In La Hutte kreuzt die Bahnlinie, die nach Le Mans führt. Und am Bahnübergang steht ein intaktes Bahnhofsgebäude. Die Türen stehen offen. Kein Mensch weit und breit. P1030634P1030632P1030629Leichter Regen setzt ein… Ja, sagt meine Vernunft, bleibe hier, Schluss jetzt. Aufhören mit der Qual. Ich telefoniere mit meiner Tochter Annika, berichte ihr. Sie ist froh, dass ich so entschieden habe. Ich gehe in den erstaunlich sauberen Raum, der mit zwei Sitzbänken ausgerüstet ist, mit gusseiserner Trennlehne zwischen den Sitzen. Ich muss also auf dem Steinboden meinen Schlummer halten. Schnell packe ich meinen Biwaksack aus und verkrieche mich. Im selben Augenblick versinke ich in Tiefschlaf.

Um fünf in der Frühe stehe ich versuchshalber auf. Nackentest! Negativ! Also bleibe ich im Trockenen und schaue mir die langsam vorbei defilierenden Kollegen auf der nassen Straße an. Neid oder Mitleid? Irgendwas dazwischen ist es!

Um sechs packe ich meine Sachen und kann bald in den Zug nach Le Mans steigen. Dort treffe ich das brasilianische Pärchen wieder. Sie schluchzt nicht mehr und ist wieder ganz fidel.P1030635

Peter wartet an meinem Zielbahnhof Paris-Montparnasse auf mich. Er hat zwei illustre Schlaftage in Paris in einem kleinen Hotel verbracht, nachdem er von Loudeac per Bahn zurückgefahren war. So trifft man sich wieder!

Matthias und Frank sind recht ordentlich mit Zeiten um die 85 Stunden durchgekommen. Gratuliere!!! Matthias schlummert tief, als Peter und ich im Hotel eintreffen. Drei köstliche Affligem-Biere gönnen wir uns, bevor auch wir erst einmal eine Schlafpause einlegen. Dann entschließen wir uns, zur Abschlussfete ins Velodrom zu fahren. Ich kann noch meinen Transponder abgeben und mir die 1000 km in 75 h bescheinigen lassen. Na, das ist doch auch was!


19 Gedanken zu “Paris-Brest-Paris Teil2 – Lust, Qual und Frust

  1. Moin Dietmar, schade, daß Du nicht zuende fahren konntest. Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen: die Gesundheit geht vor. Gut, daß Du aufgehört hast.
    Man muß halt Lehren draus ziehen: Halsmuskeltraining, Gymnastik, Yoga.. um die Halswirbelsäule muskulär zu unterstützen. Vielleicht auch an der Sitzposition arbeiten: Sitzberatung?
    Jetzt noch ein bisschen Nachtreten ohne Ball: hätte ich nicht gedacht, daß Du Probleme dieser Art mit Deinem Plastikbomber hast 🙂
    Wir sehen uns bei HH-B!
    Ralf

    1. Da nützt die ordentliche Muskulatur und auch die recht entspannte Sitzposition auf meinem „Plastikbomber“ wenig, wenn der Nacken zuviel kalte Luft bekommt und dann auch noch klatschnass ist. Trotzdem: Meine Nackenmuckies werde ich zukünftig noch besser trainieren. Bis HH dann
      Dietmar

  2. Mein Glückwunsch geht an dich! Du läßt dich ja, wie ich mittlerweile weiß, auch von Pannen nicht bremsen. bleib munter, wir sehen uns bei der Abschlußfahrt ( Klaus hat schon angedroht, so etwas wieder zu veranstalten) all the best
    Dietmar

  3. Hallo Dietmar

    Respekt zu Deiner Leistung und Deinem schönen Bericht. Nur verwegene Radwanderer wissen was es heißt über 1000 km Rad zu fahren. Auch Aufgeben ( wenn man überhaupt davon sprechen kann ) will gelernt sein. Wichtig bleibt die Gesundheit. Das was bleibt sind die wunderbaren Momente dieser Veranstaltung. Völkerverständigung auf 2 Rädern. Insofern kann ich mich den Worten von Rainer nur anschließen. Wichtig bleibt unser gemeinsames Interesse am Brevetfahren. Wir sehen uns spätestens bei HHB im Oktober. Dir alles gute und immer schön pedallieren.

    Grüße aus Bernau sendet Frank

    1. Hi Frank, Glückwunsch! Denn Du bist angekommen. Leise und konstant. Wie es sich für einen Leisetreter gehört. bis HH-B dann, oder vielleicht schon zur Abschlußfahrt. Klaus sagte mir, gegen Ende September wird das wohl laufen.
      all the best
      Dietmar

  4. Hallo in die Runde, ich glaube bei solchen Fahrten kommt es nicht unbedingt darauf an durchzuhalten um des Zieles wegen, sondern auch, selbst zu entscheiden was gut ist und was nicht mehr. Der Weg ist das Ziel – und sei er noch so „kurz“.

    Danke für den überaus ausführlichen Bericht. Auch jener ist schon einen Leistung. Denn die vielen Dinge so im Kopf zu behalten und das trotz der Pein.

  5. Hallo Christoph, erst einmal Gratulation zur klasse-Zeit. 75h sind aller Ehren wert! Du hast offensichtlich richtig und das Richtige trainiert. Die Hügel des Westerwaldes etc. sind sicher ein gutes Terrain dazu. Wenn ein paar Tipps von mir dich begleitet haben – umso besser. Auf ein Neues! Im nächsten Jahr wartet schon die Dutch Capitals Tour. Da muss ich endlich als „älteres Semester“ nicht soviel Hm machen. Sehen wir uns in Altengamme?!
    all the best
    Dietmar

  6. Gratuliere: gegen den Schmerz ist man irgendwann machtlos, schade, schade schade: ich hatte auf dem Tracker schon Sorgen, die sich leider bestätigt haben; eine solche Distanz hat wohl immer Überraschungen der unbekannten Art. Auf ein neues und Dank für die guten tipps zur Vorbereitung

  7. Hallo Rainer, habe soeben den Bericht von Björn Lenhard gelesen. Unfassbar! Und dann ist dieser Bursche auch bescheiden und auf dem Boden. Bei dieser Wahnsinnsleistung. Schön, dass es solche Typen gibt!

  8. Hallo Dietmar,
    sicher hast Du den Bericht des deutschen Rekordfahrers im Randonneursforum gelesen.
    Dieser Bericht sowie auch Dein Bericht sind tolle Möglichkeiten der Teilhabe für uns Leser an der Schönheit unserer Freizeitunterehmungen in anderen Ländern und mit vielen netten Menschen.
    Ob einer nun einen neuen Rekord aufstellt oder einer „nur“ 1000km fährt – beides ist gleich „wertvoll“. Denn, wer Rad fährt sündigt nicht.
    In diesem Sinne – meine Hand liegt auf Deiner Schulter.
    Ich freue mich Dich in Altengamme am Start zu sehen.
    Liebe Grüße
    rainer

  9. Hallo Stefan, heute werde ich mich wieder auf mein MTB setzen. Ich bin ganz optimistisch, dass der Nacken wieder wird. Ein überlasteter Muskel macht halt irgendwann mal zu, verhärtet und versagt seinen Dienst und schützt sich auch damit. Ich werde meinen Nacken pflegen und die Muskeln trainieren.
    all the best
    Dietmar

  10. Hallo Dietmar,

    auch an dieser Stelle nochmal meinen herzlichen Glückwunsch – auch wenn es „nur“ ein 1000er war.

    Deinen Bericht finde ich sehr lesenswert, danke dafür. Hoffentlich wird das mit dem Nacken wieder gut und Du kannst die nächsten Jahre weiterfahren. Vielleicht sehen wir uns dann in 2019 🙂

  11. das Machbare machen, aber auch nicht mehr versuchen! In diesem Verständnis kann ich auch so recht zufrieden sein. Es freut mich, dass du dich durch mein Blog motiviert fühlst, auch auf lange Strecken zu gehen. Es lohnt sich! Mach es!
    all the best
    Dietmar

  12. Hallo,

    ich lese hier regelmäßig Deine Geschichten, immer sehr unterhaltsam. Auf die PBP war ich auch sehr gespannt. Sehr schade, daß Du die Tour nicht ganz beenden konntest. Und daher großen Dank, daß Du uns dennoch hast teilhaben lassen. Weiterhin alles Gute.
    Ich plane für kommendes Jahr die Serie (ohne Paris) zu fahren; nicht zuletzt durch Dich / Deine Beiträge motiviert.

    Gruß Manfred

  13. Hallo Dietmar,
    wirklich HERZlichen Glückwunsch und Respekt zu Deiner Leistung PBP.
    Wir kennen uns nicht. Ich bin auch ein Dietmar und wohne in Ferch. Vielleicht lernen wir uns doch mal kennen. Ich fahre im Jahr so etwa 3.500 – 5.000 km. Wenn es mit der Zeit für’s Training und der Arbeit klappt, würde ich gern mal eine Brevet-Serie fahren. Radmarathons von 200 oder 300 km bin ich schon gefahren. Und 300 km in 15 Stunden incl. Pausen fand ich für mich gar nicht mal sooo schlecht. Ansonsten bin ich eher der Reiseradler.
    Ich lese regelmäßig und gern auf Deiner Seite und habe hier schon wertvolle Tips erhalten (Harvester, Satteltasche, Ausrüstung, Deine Touren im Berliner Umland usw.).
    Aber heute ist es mir ein besonderes Bedürfnis, mich bei Dir zu melden.
    Beim Lesen des Berichtes zu PBP, besonders beim zweiten Teil, habe ich mit Dir gelitten, habe mich zum Schluss für Dich geärgert und war traurig. Genau diese Stimmung in diesen Stunden kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Ich war vom 5. Juni in diesem Jahr zu meiner Tour ins Baltikum aufgebrochen und wollte von Frankfurt/O. bis nach Tallinn mit dem Fahrrad und 20 kg Gepäck fahren. 200 km vor dem Ziel, am 22. Juni, hatten ich solche Schmerzen im linken Kniegelenk, dass ich die Tour abbrechen musste und die letzten Kilometer mit der Bahn gefahren bin. Ich war maßlos enttäuscht und wütend. Die Schotterpisten in Lettland und Estland hatten meinem Körper sehr viel abverlangt, obwohl ich noch genug Kraft und Willen hatte. Ich sage jetzt immer, Software in Ordnung, Hardware nach 61 Jahren veraltet.
    Ich erhielt viel Trost und aufmunternde Worte von meiner Familie, Freunden und Nachbarn. Heute empfinde ich doch etwas Stolz, von Frankfurt über Warschau und Vilnius bis nach Tartu in Estland gefahren zu sein, immerhin 1.860 km an 16 Tagen, 116 km im Durchschnitt am Tag. Das ist sehr wenig, gemessen an der Strecke, die Du gefahren bist. Und ich hatte jede Nacht ein weiches Bett!
    Als ich mich aus Polen bei meinen Eltern und bei meiner Frau meldete, die sich um mich große Sorgen machten, sagte mein Vater zu mir: „Junge, und wenn es nicht mehr geht, musst du auch den Mumm haben aufzuhören.“

    Wir können beide Stolz darauf sein, dass wir diesen Mumm hatten.
    Und Du kannst Dich drüber freuen, was Du geleistet hast.

    Mit herzlichen Radlergrüßen aus Ferch
    Dietmar

    PS: Wenn Du viel Zeit hast, hier mein Blog von der Baltikum-Tour zum Nachlesen.
    docdidi.blogspot.de

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