Erster Ausritt mit der Revelate Tangle

In die Viscacha passt fast alles hinein, was der Randonneur bei langen Brevets mitnehmen will.  Die  Jacke für die Nacht, den Regen, Überschuhe, Langfingerhandschuhe, Beinlinge, Biwaksack… Jetzt ist sie immer noch nicht an der Ladegrenze…. Warum habe ich denn schon wieder ein Auge auf ein neues Teil von Revelate geworfen? Unter uns: So richtig notwendig war eine weitere Tasche nicht. Aber gereizt hat sie mich!

Mit einer Tangle-Rahmentasche unterm Oberrohr hat im vergangenen Sommer schon Henning beste Erfahrungen bei seinem Transcontinental-Race-Abenteuer gemacht. Und bei unserer Oder-Tour „zwischen den Jahren“ hatte er sie auch dabei. Optimal passend, mit Platz zum Kurbeln, gut fixiert, da schlackerte nichts. Also ging ich auf Suche im Internet und wurde bei „Fatbikes“ in Wien fündig. Für 71 € ( Auslaufmodell) habe ich dann zugeschlagen und eine rote Version der Tangle in Größe M geordert.

 

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Für mein rotes Basso, Rahmenhöhe 53 cm, Oberrohrlänge 54 cm, ist die Tasche wie maßgeschneidert. Vorn ist noch gut Platz für die große Trinkflasche, am Sattelrohr ist noch knapp Raum für eine 0,5 Liter Bottle.

Medium (4.5L): Länge ca. 495 mm | Höhe vorne ca. 25 mm / hinten ca. 115 mm
Passend für: 17″-20″ MTBs, 55-58cm Renn-/Crossräder. Gewicht 260 Gramm. Wasserdicht.

So ist diese Größe beschrieben. Wie unschwer zu erkennen ist, passt das Teil auch bestens in einen 53er Rahmen. Nur geslopt darf er dann nicht sein!! Klassik ist gefragt.

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Die Tangle hat zwei Fächer: Rechts ein großes für Regenjacke, Proviant, Ersatzakku, Handschuhe, Weste… und links auch auf voller Länge ein flaches Fach für Handy, Portemonnaie, Brevetkarte, etc. Sechs Schlaufen fixieren die Tasche bestens. Und schön schmal ist sie, da bleibt wunderbar Platz zum Kurbeln.

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Den sogenannten „Bernauer Birzel“, einen 110 Meter hohen Fernsehturm aus den 60er Jahren will ich mir endlich mal von Nahem anschauen. Ein recht seltsames Bauwerk, ohne eine echte Spitze.

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Ich traue meinen Augen nicht: Zwei unterschiedliche Ortsschilder auf gleicher Höhe! Ja wohin gehört er denn? Nach Elisenau oder Birkholzaue – das ist hier die Frage.

Ich greife tief in die Tangle und stärke mich mit fünf leckeren getrockneten Datteln. Dann noch einen Schluck Traubensaft obendrauf. Weiter geht es nach Norden in Richtung Börnicke. Die Straße wird zum Feldweg, endlich kann ich wieder balancieren üben auf glattem Untergrund.

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In Börnicke darf ich wieder auf trockener Straße weiterfahren. Dafür fängt es jetzt an zu schneien. Eine ganz eigenartige Stimmung liegt über den Feldern – graues Licht, tiefe Wolken, langsam drehende Windräder. Das Richtige für einen Winterblues. Weitermachen! Finger in den Handschuhen zurückziehen, dann werden sie wieder warm. Zehen in Bewegung halten. Ja, so geht es doch!

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Der Bahnhof von Rüdnitz hat schon bessere Zeiten gesehen.

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Und vor der Gaststätte „Zum fröhlichen Gustav“ entdecke ich einen überaus urig ausschauenden Radfahrer. Der wartet offensichtlich schon etwas länger vor der geschlossenen Kneipe.

In Bernau bin ich in der normalen Zivilisation zurück und kurbele mich wieder warm. 75 Kilometer stehen auf dem Zähler – gefühlte 100! Zu Hause dann Kaffee trinken, Kuchen essen, wunderbar, lecker. Und demnächst  genussvolle Touren machen mit der Tangle am Oberrohr. Det fühlt sich echt juut an!


3 Gedanken zu “Erster Ausritt mit der Revelate Tangle

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