Kunst und Kirschblüten im Barnim

Sonntag – Sonnentag! Frühlingslicht, Frühlingswind, Frühlingsblüten. Farben satt!

Und als Garnierung dazu kunstvoll behauener Stein. Perfekt.

Heute gegen Nachmittag schiebt der Westwind Wolkenstraßen durch den blauen Himmel. Drunter erwacht die Natur: Die Felder werden grün, satt grün.

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Die Pappeln haben den Weckruf des Frühlings noch nicht so recht vernommen. Nur kleine braun-grüne, noch eingerollte Blätter sind zu sehen.

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Über Berlin-Buch, Schönfeld und Börnicke lasse ich mich vom Wind nach Sydow schieben. Menschen sind hier nicht zu sehen, dafür dieses alte Gemäuer. Ein Wappen über der Tür kündet von Tradition und einstigem Wohlstand.

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Direkt daneben verfällt die alte Dorfkirche. Kein Kirchturm mehr, keine Glocken, der Uhr fehlen Zeiger und Zifferblatt.

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Kleine Bauernhöfe mit kleinen Pferden.

P1050358Der knorrige alte Kirschbaum erhellt mein Gemüt.

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Einfach erhaben schön, das Barnimer Land mit Feldern, Wald und Weite.

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Ich drehe langsam wieder ein in den Gegenwind nach Westen, gegen die tiefer stehende Sonne. Über sandige Waldwege ackere ich gen Bernau. Ein paar Skulpturen für´s Artfahren sollte ich doch hier noch finden können.

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Auch Bernau hat eine Siegessäule. Eher bescheiden glänzt sie im Vergleich zur Goldelse  aus Berlin in mattem Bronze. „Bronze-Else“ taufe ich sie kurzerhand.

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Im Stadtpark dann die erste wertbare Kunstbeute:

„Silence“ aus brasilianischem Granit, geschaffen 2011 von der polnisch-französischen Bildhauerin Dominika Grieshaber

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Und dann kann ich mich nicht satt sehen an den prachtvoll blühenden Kirschbäumen, die von der tief stehenden Sonne auch noch bestens beleuchtet werden. Heute hat die Bildhauer-Kunst keine Chance gegen die Naturkunst.

„Basso an blühender Kirsche“ ist für heute mein Favorit.

Auf dem Heimweg kurve ich dann doch noch Skulpturen-suchend durch das Hobrechtsfelder Gelände – und werde wieder fündig:

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Hobrechtsfelde, offensichtlich auch aus dem Projekt Steine ohne Grenzen. Künstler und Titel der Skulptur noch nicht gefunden.

 

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„Weltachse“ von Rudolf Kaltenbach 2011

Stele mit Graniten aller Weltkontinente – im Hintergrund ist der Stummel einer von Günther Schabowski zur Wiederaufforstung der Rieselfelder gepflanzten Tanne zu sehen. Ganz bewusst wurde dieser Standort für die Stele gewählt.

http://steineohnegrenzen11.jimdo.com/rudolf-j-kaltenbach-skulptur/

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„Himmel auf Erden“ von Christoph Obst 2015

http://steineohnegrenzen11.jimdo.com/christoph-obst-skulptur/

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„Ansammlung“ Uli Mathes 2015

http://steineohnegrenzen11.jimdo.com/uli-mathes-skulptur/

Und jetzt ab nach Hause, das Abendessen wartet.

 


4 Gedanken zu “Kunst und Kirschblüten im Barnim

  1. fast habe ich schon ein schlechtes Gewissen, „Steine ohne Grenzen“ liegt so nah. Als Skulpturen-Reservoir der besonderen Art. Demnächst suche ich wieder klassisch. Auf der Brandenburger Flur.

  2. Da hast Du uns Art-Amateure aber locker abgehängt. Sehr schön finde ich diese Grieshaber Skulptur. Als wäre ein Teil eines Logos irgendwo liegengeblieben. Danke für die Blütengrüße, dein Sensor trifft die blassrosanen Töne sehr gut… Die Tage muß man nutzen, schnell ist vergessen ,wie lange die Blüten auf sich warten ließen.

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