Taschen, Licht und Luft

In den nächsten Wochen stehen die längeren Brevets im Kalender: 400, 600, 1000 oder gar mehr Kilometer. Mindestens eine Nacht überstehen auf dem Rad, vielleicht auch noch die folgende.

Taschen und Sachen:

Bei meinem ersten 400er habe ich Regenjacke, Beinlinge, Armlinge, Reflexweste etc. noch in einem Rucksack über die Strecke getragen. Es hat funktioniert, nur mein Rücken war am Tage schweißnass, und nach spätestens 10 Stunden im Sattel drückten die Träger schmerzhaft auf den Schultern. Beim 600er hatte ich dann schon eine große Tasche unterm Sattel montiert, die mittlerweile eine Viscacha von Revelate Designs ist. Hier passt alles hinein, was der Randonneur auf der wirklichen Langstrecke braucht.P1140501

Fazit: schwere Sachen gehören ans Rad und nicht auf den Radler-Rücken!

Eine Kombination aus Satteltasche, kleiner Fronttasche und einer Oberrohrtasche (Topeak Fuel Tank Medium) hat sich bestens bewährt.

Für den Seatbag gibt es zur Viscacha Revelate Viscacha bei bike 24 noch die Alternativen von Apidura und ab Anfang Juni von Ortlieb Ortlieb Seatpack

Licht:

Wieder zurück zu besagtem ersten 400er – ich hatte mir eine Akku-Leuchte von Sigma an den Lenker geschraubt. Ordentliches Licht, in zwei Helligkeitsstufen schaltbar. Licht, so lange der Akku über Spannung verfügte, und die reichte gaaanz knapp bis in die Morgendämmerung hinein. Glück gehabt. Abnehmende Spannung – spannend! Klar, als Erstes besorgte ich mir einen Ersatzakku. Noch 300 Gramm mehr ans Rad. Erst im Folgejahr ließ ich mir den famosen SON-Nabendynamo schenken. Dazu eine Cyo von BuM. Ungemein ent-spannend!

Aktuell habe ich immer noch den SON-delux im Vorderrad und als Lichtquelle die E3 Pro2 von Supernova mit dem dazugehörigen E3 Taillight. Und weil ich ein Freund von redundanten Systemen bin – sicher ist sicher –, eine fette LED-Leuchte von Magicshine und ein kleines Batterielicht hinten für alle Fälle dazu. Bewährt hat sich die zusätzliche Frontleuchte bei schnellen Abfahrten und Sauwetter, wenn man gar nicht genug Licht haben kann.

Zugegeben, das ist eine recht teure Kombination – bringt aber bei jeder Langstreckenfahrt Entspannung und Freude.

Stromversorgung:

iPhone und Navi halten max. 12 bis 24 Stunden durch, dann brauchen sie neuen Saft. Das ist locker zu regeln mit einer Powerbank ( am besten einer mit ca. 10000 mAh) oder einem Spannungsumformer für den Nabendynamo. E-Werk von BuM, Dynamo Harvester von „be-on-bike“ oder „Cycle2Charge“ oder „The Plug“. Wobei der Harvester einen Pufferakku integriert hat und noch mit Navigationsfeatures aufwarten kann. Für mich die erste Wahl.

P1020682
Navi-und Strom-Paket mit dem Harvester im Doppelnutzen als Instrumenten-Bar und zur USB-Stromversorgung von Navi und iPhone.

Diese Ausstattung hat mir bei Randonneur-Freunden den Beinamen „Mister Electric“ eingebracht. Funktioniert aber bestens über Tag und Nacht!

Noch mehr Info hier

 

Luft:

Immer 7 Bar in den Reifen und keine Panne. Meistens wird dieser Wunsch erfüllt, wenn man ordentliche Reifen aufgezogen hat, die noch Gummi auf der Lauffläche haben und deren Flanken heil sind. Meine Conti 4seasons 25 mm sind recht pannenresistent und haben guten Grip, auch bei nasser Straße.

PannenSICHER ist aber KEIN Reifen! Wenn sich eine Schraube in den Mantel bohrt, eine scharfe Scherbe einen tiefen Schnitt produziert – dann ist die Luft raus und vielleicht nicht nur der Schlauch, sondern der gesamte Mantel hin. Wer das einmal erlebt hat, fährt Brevets, zumindest die ganz langen, nur mit zwei Ersatzschläuchen und einem Mantel dazu. Das beruhigt ungemein. Im Fall des Falles freut sich auch ein notleidender Kollege, wenn man helfen kann.

Image 17.05.16 at 16.09
Topeak Airbooster – minimalistisch und leicht
474174_1
Rose Rocket Drive III mit Pumpfunktion und Manometer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Luftpumpe, die 7 Bar drücken kann, sollte auch am Trinkflaschenhalter befestigt sein. Am besten noch eine kleine Kartuschenpumpe – Topeak, SKS oder auch  ROSE bieten gute Produkte an –, mit der in Sekundenschnelle wieder Druck auf dem Pneu ist.

Wer mal einen Plattfuß in stockdunkler Nacht bei Regen im finsteren Wald reparieren durfte, weiß, wie schön das ist!

WEITERE INFOS HIER

Das Canyon Endurace in PBP-Konfiguration

Energie pur

Dynamo Harvester – Strom ernten und Akkus füttern

Das Garmin Oregon 600/650 – das ideale Navi für Randonneure?

Und jetzt ab in die Nacht, in den Wind, in den Regen…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s