Ausrüstung: Meine Favoriten!

Es ist ein Evolutionsprozess, der niemals endet. Randonneure und die Entwicklung ihrer Ausrüstung für lange Tage und Nächte, für Etappentouren, für Wind und Wetter.

Bei meiner ersten Transalp-Tour, die über 480 Kilometer und 12000 Höhenmeter führte, war ich stolz auf den „Transalp 25“ Rucksack von Deuter. All meine Klamotten habe ich darin verstaut, fast 10 kg wog er und dazu noch zwei Liter Wasser in der Trinkblase. Was war ich abends froh, das Teil vom Rücken runter  zu bekommen, wie schön war es, wenn endlich der Schmerz an den Schultern nachließ.

Heute habe ich den Deuter mit seiner unverwüstlichen Qualität immer noch, aber ich nutze ihn nur noch bei Wandertouren und Ausflügen.

Als ich mich auf von Tübingen aus nach Berlin aufmachte, hatte ich eine frisch erworbene „Sigma Triled“ Leuchte dabei. Dass ich ohne Sturz durch zwei Nächte gekommen bin, ist ein kleines Wunder, denn diese Leuchte der ersten Generation ist im Vergleich zu aktuellen Produkten eine Funzel. Angekommen bin ich vor 20 Jahren auch.

Heute, nach sicher zehn Stufen schrittweiser Verbesserungen der Ausrüstung, bin ich zufrieden. Alles passt! Bis ich oder irgendein Leuchtenentwickler auf eine neue Idee kommt. Dann muss wieder ein neues Teil ans Rad und beweisen, dass es besser funktioniert als das bisherige.

Meine aktuellen Favoriten:

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Die Rapha-Brevet-Trikots und Westen, hier das Sky-Brevet-Trikot mit Windweste.

Hervorragender Tragekomfort, Reflexelemente für Sichtbarkeit bei Nacht. Taschen reichlich im Trikot, müffelt auch nach langen Stunden nicht.

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Der Ortlieb Seat-Pack: Kam spät, aber gut abgeschaut bei Revelate und Apidura. Dazu sehr schlank geschnitten, top befestigt am Sattelrohr, absolut wasserdicht und per Dekrompressionsventil auf ein Minimaß zu verdichten. Für 129 € ein Superdeal. Hat soeben meine Viscacha als Lieblingstasche von Platz 1 verdrängt.

Der Seat-Pack von Apidura/Rapha sieht mit den Reflexstreifen auch sehr gut aus – 130 € bei Rapha.

Supernova E3 Pro 2 mit Taillight, befeuert vom SON delux Nabendynamo. Sehr gleichmäßige Ausleuchtung, seitliche Sichtbarkeit, Standlicht, und das Taillight unübersehbar hell und stabil dazu. Der SONdelux ist in Funktion, Leistung und Dauerhaltbarkeit der Maßstab in diesem Bereich.

Garmin Oregon 650. Zuverlässig, sehr gut bei Tag und Nacht ablesbar, klasse Touchscreen, während der Fahrt aufladbar. Mit unendlich viel Funktionen – wenn man sich mal reingearbeitet hat, bringt das auch Nutzen! Und dann will man ihn nicht mehr abgeben.

Dynamo-Harvester / NC-17 connect-app als  zuverlässiger Umformer von Dynamo-Power zu USB-Stromversorgung von Navi und iPhone. Dazu mit einem integrierten 3000mAh Akku versehen. Temperatur, Höhe, Streckenaufzeichnung. Das kann dieses Teil auch noch in Verbindung mit einem smartphone. Als Befestigung für Navi und Computer fungiert das Carbon- ummantelte Teil auch noch.

Demnächst mehr zu Reifen, Luftpumpen, Werkzeug, Biwaksäcken und mehr für die ganz langen Touren.

 


7 Gedanken zu “Ausrüstung: Meine Favoriten!

  1. Die große Satteltasche von Ortlieb sieht vom Schnitt her fast genauso aus, wie ich sie seit Jahren herstelle. Da hat wohl jemand ’ne professionelle Kopie gemacht… 🙁 Wasserdicht sind meine auch, bloß teurer… Dafür gibt’s bei mir eine nette persönliche Kundenberatung mit Kaffee/Tee im Atelier! 🙂

    1. Hallo Susanne, Tatsächlich ist Ortlieb mit dieser Tasche den anderen hinterher gelaufen. Und das als einer der führenden Hersteller. Das ist das Los der kleinen Vorreiter, dass die Großen irgendwann professionell in diesen Markt einsteigen. Die Ortlieb ist allerdings absolut erstklassig gemacht. Ich habe sie über 1400 km bei der Dutch-Capitals-Tour eingesetzt. Heute kann ich sagen: es ist die beste Tasche, die ich kenne! Keine Nähte! Innen verschweißt. Verstärkungen für Ösen eingeschweißt. Stabilisierung für Sattelrohrabstützung innen, Dekompressionsventil! Absolut wasserdicht! Das kann keine klassisch vernähte Tasche leisten. Und wenn sie noch so gut und – liebevoll gemacht ist. Zum Thema Kopie: Ich denke, die Taschen von Revelate waren die Marktbereiter mit z.B. der Viscacha, die ich auch habe. Viel Erfolg mit Deinen feinen individuellen Taschen wünsche ich Dir weiterhin. Und auf meiner Empfehlungsliste stehst Du auch zukünftig im oberen Teil.
      all the best
      Dietmar

  2. Schade das die Apidura/Rapha Kombi nicht wasserdicht ist. Diese Reflexstreifenlösungen sollten sich die anderen mal abschauen.
    Mal was anderes, passt das mit den Volumenangaben beim Ortlieb ?

    1. Hi Alex, auch die Viscacha ist nicht wirklich wasserdicht. Bei Regen über mehrere Stunden zieht auch da Nässe an den Nähten rein. Das ist aber nicht problematisch, wenn man den empfindlichen Inhalt in eine dünne Plastiktüte packt. Insofern keine wirkliche Schwäche. Die Ortlieb ist die einzige Tasche, die ohne Nähte gefertigt ist und innen mit einer verschweißten Oberfläche versehen ist. Hier hat Ortlieb die Nase vorn. Der Inhalt max. ist mit Apidura und Viscacha vergleichbar. Die Ortlieb baut bei voller Beladung etwas mehr hinten in die Breite. Dafür ist sie vorn am Sattelrohr schön schmal und stört nicht beim Pedalieren. Auch die vier Reflexfelder an der Ortlieb leisten ähnliche Dienste wie die Streifen bei der Apidura/Rapha. Die Rapha ist halt „more stylish“

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