Rein in die Mitte der Insel

Der 3000-Seelen-Ort Sineu ist so etwas wie die geografische Mitte von Mallorca. Beschaulich und im Februar fast touristenfrei – genau das richtige Ziel für unsere Einrollrunde am ersten Tag. Ingo hat offensichtlich bei seinen bisherigen Inseltrainings alle guten Wege fotografisch im Gedächtnis gespeichert. Jedenfalls ist bei seiner Führung ein Navi total überflüssig. p1070594

Auf den Mietrennern von Max Hürzeler fühlen wir uns schnell wohl. Es rollt gut. Und die Sonne zeigt sich am Nachmittag endlich auch. Bei maximal 13 Grad kommen allerdings noch keine Frühlingsgefühle auf. Die Karnevalsjecken vor der Kirche stört das frische Wetter offensichtlich überhaupt nicht. Mit melodischem Trara quert eine im schottischen Dress gekleidete Band den Platz, um danach das angrenzende Café mit sich und dem Schalldruck der Instrumente zu füllen.

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Das karnevalistische Treiben in Sineu hat mit dem typisch deutschen Rheinischen Karneval so gar nichts gemein. Wir finden das sehr sympathisch.

Überaus erfreulich ist, dass wir nach ein paar Minuten auf den Rädern ein uriges Restaurant finden, in dem wir unsere Energievorräte auffüllen können. 20170225_140455Die riesigen alten Weinfässer, deren Seitenteile zur Deko an den Wänden stehen, künden von der alten Tradition des Weinbaus in dieser Region.img_1306

Ingo führt uns wieder weiter nach Osten in Richtung Muro. Schmale Wege zwischen dicken Feldmauern – Kilometer um Kilometer.p1070638

Die Gänseblümchen haben die Wiese im Mandelhain in einen Frühlingstraum verwandelt. Irgendwo hier in der Nähe haben wir doch schon mal die berühmten Schwarzen Schweine gesehen. Bald schon strömt uns ein besonders intensiver Duft entgegen: Hier müssen sie sein!

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Peter und ich klettern auf die Mauer und bestaunen die wohlig grunzenden Tiere, die hoffentlich noch ein Stück Leben vor sich haben, bevor sie in der Steakpfanne landen. Allemal haben sie es besser als die armen Viecher in den Massenställen.

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Ingo ist heute gnädig mit uns, nach 88 Kilometern lockerem Pedalieren führt er uns zurück an die Platja de Can Picafort, wo wir in die finale Phase eines Duathlon geraten. Beim Anblick einiger nasser Neoprenträger überkommt uns ein Frösteln.

Zum Ausklang des Tages rollen wir im Fußgängertempo an der Uferpromenade entlang und erfreuen uns an den im Wasser aufgestellten Skulpturen des mallorquinischen Bildhauers Joan Bennàssar.

Fertig ist der erste Inseltag, das Buffet wartet im Hotel, und morgen stehen ein paar Kilometer mehr auf dem Programm…

 


2 Gedanken zu “Rein in die Mitte der Insel

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