27. Juni 2022

Rad und Licht

Sehen und gesehen werden:

Wenn ich in Berlin nächtens mal in der Innenstadt unterwegs bin, bekomme ich immer wieder den Eindruck, dass es große Versorgungsengpässe bei der Beschaffung von Fahrradleuchten geben muss. Jedenfalls fahren gefühlt 70 % der Nachtradler ohne Licht durch die Stadt. Ein echter Wahnsinn! Dummheit, Unachtsamkeit, Faulheit??? Jedenfalls ist Fahren ohne gutes Licht am Rad lebensgefährlich. Und vernünftige Leuchten sind immer eine gute Investition. Zum Ranklemmen gibt es in jedem Radladen für kleines Geld taugliche Teile für die Kurzstrecke und die Stadt. Hier ein Link zu meinem Bericht „Sehen und gesehen werden“

Kleidung:

Eine Warnweste ist ein überaus nützliches Teil. In Frankreich gilt seit 2008 eine Pflicht zum Tragen einer Signalweste für Radfahrer bei Dunkelheit und schlechten Sichtbedingungen. Für weniger als 20 € bekommt man eine gute, atmungsaktive Weste, die nicht flattert. Und wer eine federleichte, top verarbeitete Weste sucht: Rapha Brevet-Gilet

Beleuchtung:

Ein ganz wichtiges Kapitel. Wer schon mal eine stockfinstere mondlose verregnete Nacht auf kurvigen Straßen durchgeradelt ist, weiß gutes Licht noch mehr zu schätzen.

Hier gilt für mich: Keine Kompromisse!

Erste Möglichkeit:

Vorderrad mit SON delux Nabendynamo der Tübinger Edelschmiede „Wilfried Schmidt Maschinenbau“ Leicht, effizient, unzerstörbar. Der Nabendynamo schlechthin.

Dazu als Frontleuchte den passenden SON Edelux oder eine Supernova E3 oder gar die E3 Triple.

Edelux II mit 90 lux und sehr guter Nahfeldausleuchtung. Sogar mit StVO Zulassung!

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Der Supernova E3 Triple holt das Maximum aus dem Nabendynamo heraus!
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Hier am Endurace die Supernova E3 pro 2. Der durchleuchtete Schriftzug verbessert die Erkennbarkeit von der Seite.

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Hinten am besten das Supernova Taillight2 , das vom Nabendynamo mit Strom versorgt wird. Winzig, wasserdicht und sehr hell.
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SON delux, der Nabendynamo schlechthin. Hier in der Stahlgabel des Colnago
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Sigma Hiro und Supernova Taillight – die Kombination für alle Fälle
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Licht satt: Supernova E3 Pro 2, Magicshine Akku-Leuchte, und das BuM E-Werk als Stromversorger für NAVI etc.

Zweite Möglichkeit, oder auch Zusatzleuchte für alle Fälle:

 Akkuleuchte

Hier kann man schnell sehr viel Geld ausgeben oder eben auch sparen. Ich bevorzuge die Frontleuchte von Magic Shine  für den Lenkerbügel mit 5600mAh Akku  und eine Lezyne Pro Strip 300 hinten.

Wer mehr Geld ausgeben kann und will, dem sind bei der Beleuchtung keine Grenzen gesetzt. Für die Top Produkte von Supernova oder Lupine kann man schnell einige hundert Euro loswerden. Dafür bekommt man aber auch die beste Beleuchtung, die derzeit machbar ist.

Mein aktueller Favorit für das „ad on Light“ bei miesestem Wetter, Waldabfahrten etc. Lupine Piko 4

Supernova E3 Pro2 und Lupine Piko am Granfondo


Appconn 3000
Supernova Taillight
Lezyne Strip Pro 300 – max. 300 Lumen nach hinten!

25 Gedanken zu “Rad und Licht

  1. Hallo Nicole, schön, dass Dir meine Seite gefällt und auch einen Nutzen bringt. Ich selbst habe für diese Zwecke die Piko von Lupine. Tolles Licht, aber recht teuer und der Akku ist zwar klein, am Helm aber bei längerer Fahrt doch eher unangenehm. Deshalb würde ich eher zu einer kleinen, lichtstarken Lampe mit integriertem Akku und USB-Lademöglichkeit tendieren. Die KNOG Lampe Blinder Road 400 Lumen wiegt nur 70 g und ist sehr hell. Und im Fall des Falles auch am Lenker zu befestigen. Für 50 € zu haben:
    https://r2-bike.com/KNOG-Lampe-Blinder-Road-400-Lumen-2020-schwarz

    beste Grüße und keep on riding

    Dietmar

  2. Hallo Dietmar, vielen dank für deine tolle Seite. Ich lese seit Jahren sehr gerne bei Dir. U.a. habe ich die tolle Viscacha dank deines Tipps erstanden. Sie leistet seither sehr treue Dienste af zig tausenden Kilometern.

    Eine Frage habe ich zum Licht. Mein LangstreckenRad hat einen SON Nabendynamo, eine Supernova Lampe. Damit komme ich sehr gut klar. Ich überlege allerdings wegen einer Zusatzbeleuchtung am Helm. Damit ich, wenn ich bergauf, bergab oder einfach nur Kurven fahre, dorthin leuchte, wo ich hinschaue. Das Rad und die dortige Lampe kommt ja verzögert nach.

    Meine Idee: eine einfache Helmlampe (z.B. Petzl Tikka o.ä.). Starke Lampen brauchen halt einen Akku und den möchte ich wegen des Gewichts nicht am Helm tragen.

    Dann hätte ich noch eine sehr brauchbare MS rumliegen. Da überlege ich, ob ich sie als Zusatzlampe am Lenker montiere. Und den USB Akku von MS dazu.

    Hälst du das für eine Langstrecke zwischen 4 und 5 Tagen / Nächten für brauchbar? Oder hast Du, insbesondere beim Thema Helmlampe eine bessere Idee?

    Viele Grüße und danke Nicole

  3. hallo Michael, ich habe noch eine Magic shine aus 2012 im Einsatz. Sehr zuverlässig, aber die aktuellen sind, was Ausleuchtung und Lichtleistung betrifft, wesentlich besser. Für ca. 45€ bekommst Du eine MagicShine MJ900 1200 Lumen. Wenn Du dazu einen Akku MJ 6116 USB kaufst – ca 65 €, dann hast Du für gut 100 € eine Top Leuchte, die dann bei mittlerer Dimmstufe ( 600Lumen) ca. 10 Stunden aushält. Magic shine liefert eine solide Qualität zu verträglichen Preisen. https://www.magicshine.de/impressum

    o.k , Lupine ist zwar noch besser in Qualität und Leistung, aber Preislich eine ganz andere Liga

    all the best
    Dietmar

  4. Hey, Du hast geschrieben, dass Du eine MagicShine hast. Welches Modell hast Du genau und wie lange hält bei Dir der Akku bei einer vernünftigen, der umgebung angemessenen Lichtstufe. Ich bin interessiert, habe bisher aber leider niemanden gefunden, der mir über Magicshine was sagen kann.

    Wäre superlieb, Deine Meinung zu haben 🙂
    LG Michael

  5. Wie schaltest du das EWerk und den Supernova E3 mit dem SON-Nabendynamo? In Reihe oder parallel? Hast du dazu noch zusätzliche Teile benötigt?
    Vielen Dank und sportliche Grüsse
    Evelyn

  6. Hallo Mide, meine Erfahrungen mit dem 4seasons in 25, 28, und 32 mm Breite sind über insgesamt sicher mehr als 20000 km sehr gut. Guter Grip bei Nässe! Insgesamt nur 3 Pannen, davon 1x durch eine Schraube, die sich in die Lauffläche gebohrt hatte. Da hilft auch kein Durano plus. Zudem rollt der Conti im Vergleich wesentlich leichter und elastischer. Bei den Randonneuren sehe ich auch den 4seasons am stärksten vertreten. Eine Reklamation hatte ich mal vor drei Jahren – da war die Lauffläche nach kurzer Zeit recht porös. Conti hat den Reifen anstandslos ersetzt. beste Grüße

    Dietmar

  7. Hi Didier, wie sind deine Erfahrungen mit den 4 Seasons und Regen? Ich höre da die schlimmsten Geschichten. „XX Platten auf 200 km“ usw. Ich fahre sie in 28 und habe bisher überhaupt keinen Platten gehabt. Meine letzten Brevets waren jedoch alle im Trockenen. Der Schwalbe Durano Plus käme sonst ja noch in Frage.

  8. Hallo!
    Hast du den E3 Halter dann direkt zwischen Bremse und Rahmen geschraubt, ohne Schutz Rahmenseitig? Stehe genau vor dem gleichen Problem.
    Danke und Gruß Nick

  9. Toller und informativer Blog! Eine Frage zur Befestigung der Supernova E3 am Rennrad. Passt die mit der original Halterung hinter eine Rennbremse, oder benötigt es eine spezielle Halterung?

  10. Seit heute weiß ich dass es für die Art des Rennradfahrens welches ich im letzten Jahr begann den Ausdruck “Brevet“ gibt.
    Super Beschreibung der Gegenstände die ans Rad drankommen, muss nicht mal mehr eine Aufwendige Suche betreiben weil hier alles recht Gut beschrieben ist. Jetzt werden erstmal ein Paar Teile bestellt.

    Vielen Dank für den super Artikel Raddoneurdidier

  11. Hallo Tom, die Viscacha hält schon einige Stunden dicht. Für alle Fälle packe ich alles, was unbedingt trocken bleiben muss, in eine Plastiktüte. Noch besser, in einen leichten Ortlieb-Sack, den Du auch sehr gut zum Komprimieren nutzen kannst. Die Viscacha ist neben einigen Konkurrenzprodukten für mich nach wie vor erste Wahl! All the best Dietmar

  12. Zunächst mal ein großes Dankeschön für die Informationen dieser Seite. Ich bin auch ständig am rumprobieren und dran- und abschrauben. Hätte ich Deine Seite vorher gelesen, hätte ich mir vielleicht einige Versuche sparen können.
    Leidiges Thema ist bei mir die Tasche hinter dem Sattel. BeamRack finde ich klasse, aber ist viel zu schwer. Die Viscacha von RD finde ich interessant, bei meiner Recherche stoße ich aber immer wieder darauf, dass sie nicht wirklich wasserdicht ist und bei längerem Regen nachlässt. Also eher gut wasserabweisend.
    Hast Du mittlerweile diesbezüglich noch einen anderen Tipp? (Außer Parsleybags)
    VG Tom

  13. und wenn Du mit dem Auto unterwegs bist und keinen Gegenverkehr hast, wirst Du sicher das Fernlicht nutzen, um besser zu sehen – oder??? So geht das auch beim Radfahren.

  14. Mit der rotatiossymmetrischen Blendfunzel machst du dir sicher keine Freunde im Straßenverkehr.

  15. Hi Peter, schön, dass Dir meinen Seiten Nutzen bringen! Die Revelate Viscacha kannst Du bei veloista kaufen http://veloista.com/shop/satteltaschen/revelate-designs-viscacha/
    oder die Kopie bei Parsley bags in Berlin:http://www.parsleybags.com/DE/
    oder noch eine Kopie:http://bikepack.pl/shop/index.php?route=product/product&product_id=55
    das ist ein kleiner Hersteller in Polen

    Ich halte das Angebot von Veloista, 139 Franken, für das Original, für die beste Variante!

    beste Grüße

    Dietmar

  16. Bin durch Zufall auf Deine Seite gestossen. Sehr gute Berichte. Toll zu lesen.
    Bin von der Satteltasche begeistert. Wohne im Hohen Norden und dort sind Radfachgeschäfte Rar(gute).
    Meine Frage :was kostet die Tasche und wo kann ich sie bestellen.

  17. hallo Martin, das Oregon 650 (Display identisch mit 600) habe ich seit 1 Jahr im Einsatz. Auch war sensibilisiert, weil ich Kommentare zur Empfindlichkeit des Touchscreens gelesen hatte. Ich kann nach vielen Stunden Regenfahrt sagen: das Gerät ist auch mit Regentropfen auf dem Display gut zu bedienen. Und mal drüberwischen ist auch kein Problem. Wenn es ganz heftig wird, kann man die Touchfunktion des Bildschirms abstellen. Ich habe das bei mir per „Kurzbefehltaste“ eingestellt. Überhaupt erschließen sich die Möglichkeiten vom Oregon 600 besonders dann, wenn man sich auch damit wirklich beschäftigt. Als ich mein altes Oregon 300 testweise nochmal in Betrieb genommen habe, konnte ich gar nicht fassen, wie ich jahrelang mit einem so bescheidenen Display zurechtkommen konnte. Das Oregon 600 ist für mich absolut erste Wahl für den Randonneurseinsatz. Einzig im Bereich Akkulaufzeit ist es zu kritisieren. Knapp 10h mit Sanyo Eneloop und ca. 7h mit dem originalen Garmin-Akku-Pack sind schon bescheiden. Prozessor und Display brauchen halt Energie. Ich habe bei ganz langen Brevets immer eine „Powerbank“ dabei, die ich per USB anschließe. Da wird der interne Akku geladen, bzw. die Laufzeit verlängert sich um Faktor fünf. Anker Astro3 2. Gen. für ca. 40 € mit 12000mAh reicht für mehrtägige Brevets locker. So ausgerüstet ist das Oregon 600 dann auch noch diese kleine Schwäche los.

  18. Ich möchte im März 2015 anfangen, Brevets zu fahren und bin derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Navi. Ein Garmin Oregon 600 könnte mich reizen, allerdings lese ich in vielen Foren, dass es bei Regen (wegen des kapazitiven Touchscreens) quasi nicht zu gebrauchen ist. Du bist offenbar sehr viel und sicher auch im Dauerregen mit diesen Geräten unterwegs gewesen, daher bin ich an Deinen Erfahrungen sehr interessiert. Vielleicht kannst Du speziell auf diesen Punkt noch einmal eingehen?
    Martin

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