O schaurig ist’s übers Moor zu gehn

Auch zwischen den Jahren zeigt sich die Sonne nicht. Grau in grau hat sich die Natur gewandet. Ein Wetter, das aufs Gemüt schlagen kann. Was hilft da besser als ein langer Gang durch die Natur. Das Tegeler Fließ bei Lübars hat sich mit Wasser vollgesogen, ich wähle den Weg hinauf zu den Lübarser Höhen.

Die Lübarser Höhen waren einmal ein Müllberg, in unseren Tagen freuen sich die Menschen über viel Grün, Wanderwege und den Blick über das Märkische Viertel. Heute spiegeln sich die Granitplatten im fahlen Licht. Auch solch eine Nahsicht kann reizvoll sein.

Über den Alten Bernauer Heerweg wandere ich durch die Streuobstwiesen hinüber in die Niedermoorwiesen. Efeu und Hopfen und andere Ranken verwandeln die Obstbaumstümpfe in Fabelwesen.

Hier ist totale Ruhe, kein Fuchs, keine Krähe, keine Maus ist zu sehen oder zu hören. Nur wenige Spaziergänger sind unterwegs.

Der Köppchensee hat sich eingehüllt in tristes Grau. Ein schönes Motiv für einen Landschaftsmaler. Hier oben am Aussichtspunkt. Oder eben für einen Fotografen.

Unten am Ufer des kleinen Sees, der aus einem ehemaligen Torfstich entstanden ist, bin ich wieder unter Menschen. Eine gut gelaunte Wandergruppe macht Rast und wärmt sich mit Tee und Leckereien auf. Der Schwan bekommt auch etwas ab.

Nach drei Stunden und 15 Kilometern hat sich meine Laune mächtig aufgehellt. Der Nebel bleibt und wird noch dichter.

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